• Schülerzeitung

Bienensterben

Unsere Freundin, die Biene

Es beginnt zu grünen und warm zu werden. Und was hört man da summen? Das ist unsere Freundin, die Biene. Bienen sind essenziell für unser Ökosystem. Die Biene ist das drittwichtigste Nutztier für uns Menschen gleich nach dem Schwein auf Platz Nr.2 und dem Rind auf Platz Nr.1.


Wofür brauchen wir Bienen eigentlich?

Klar, sie machen Honig und stören uns bei Picknicks, aber das sind nicht unbedingt ihre Hauptaufgaben. Im Frühling und Sommer kann man Bienen an Blüten beobachten. Hier sammeln sie Pollen und Nektar, ihre Nahrung. Pollen und Nektar sind die natürlichen Nahrungsgrundlagen für die sozial lebenden Bienen. Angelockt werden sie durch den Duft und Farben der Blüten. Durch das Sammeln ihrer Nahrung bestäuben Bienen andere Blumen und Blüten. Dadurch können wir Obst und Gemüse genießen und uns am Anblick von Blumen erfreuen. Um noch einmal die Wichtigkeit von Bienen zu betonen: Acht von zehn Blüten werden von Bienen bestäubt. Anders gesagt: Von zehn Äpfeln können wir uns für acht bei Bienen bedanken.





Aber warum sind Bienen momentan so rapide am Sterben?

Es gibt nicht nur einen Grund, sondern mehrere Faktoren, die am Bienensterben Schuld sind. Eine der Ursachen ist die dichte Bebauung in Städten, es bleibt kaum noch Platz für Blüten aller Art. Es wird für Bienen und andere Bestäuber nahezu unmöglich, genug Nahrungsquellen zu finden. Auch die Monokultur in der Landwirtschaft ist ein Problem für die Biene. Monokulturen sind beispielsweise die hauptsächliche Anbauung von Weizen. Keine andere Getreideart kann mit Weizen mithalten, wenn man sich auf die Mengen bezieht. Oder wenn man sich im Supermarkt etwas genauer in der Obst- und Gemüseabteilung umsieht, merkt man schnell: Es sieht alles gleich aus. Es gibt vielleicht 2–3 Apfelsorten oder mehrere Kartoffelsorten. Viele Sorten, die es mal gab, wurden vom Markt verdrängt und werden kaum noch verkauft. Und genauso wie es uns an Vielfalt von Gemüsesorten mangelt, so haben Bienen dasselbe Problem mit einem Mangel an Vielfalt von Pollenarten. Je mehr Arten von Pollen es gibt, desto nährstoffreicher ist die Diät der Bienen. Dies ist wichtig, da diese ihr Immunsystem stärken müssen, um sich gegen Krankheiten und Parasiten zu wehren. Die „häufig“ vorkommende Honigbiene ist besonders anfällig für Parasiten wie die Varroamilbe, welche aus Asien eingeschleppt wurde. Dies geschah vermutlich durch die ständigen globalen In- und Exporte von Waren. Wenn man erneut einen Blick in die Landwirtschaft wirft, so sieht man ein weiteres Problem: Pestizide, die Schädlinge abtöten, aber auch Bienen. Beim Bestäuben nehmen sie die Gifte auf und sterben. Auch der Klimawandel ist ein Problem für Bienen: Durch das ständige Steigen der Außentemperaturen können viele Pflanzen nicht wachsen, da es einen Mangel von Wasser gibt, da dieses verdunstet ist. Dies beschränkt Nahrungsquellen für Bienen noch weiter.


Welche Folgen hat das Bienensterben auf uns?

Nutzpflanzen und auch Wildpflanzen werden kaum bestäubt, dadurch wird es starke Einschnitte in die Landwirtschaft geben. Die Missernten-Rate wird simultan mit den sinkenden Bienenzahlen steigen. In China gibt es bereits Regionen, in denen es keine Bienen mehr gibt, dort werden Blüten von Wanderarbeitern mühsam per Hand Stück für Stück bestäubt. Das ist natürlich keine Lösung, da dies bei weitem nicht effektiver ist als die Arbeit, die Bienen verrichten. Auch die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren ist gefährdet. Ohne Bestäubung können viele Pflanzen keine Früchte tragen und sich gegebenenfalls fortpflanzen. Wenn Pflanzen und Früchte weniger werden, wird es Mängel an Nahrungsquellen für viele Tiere geben, die Bestände würden besonders bei Wildtieren zurückgehen. Bienen sind ein essenzieller Teil des natürlichen Kreislaufs, ohne sie entstehen Lücken, die schwer zu füllen sind.


Was kann man machen, um zu helfen?

Bienen mögen bunte Farben und verschiedene Sorten von Pollen und Nektar. Auch wenn man in der Stadt lebt und keinen Garten hat, kann man immer noch auf einen Balkon oder auf einer außerhalb liegenden Fensterbank ein „Blumenbuffet“ für Bienen herrichten. Blumen und Kräuter, die sehr beliebt sind bei Bienen, wären zum Beispiel: Lavendel, Butterblumen, Ringelblumen, Krokus … ein paar Pros für Blumen sind, dass sie gleich etwas mehr Farbe in ihre Umgebung bringen und wohlduftend sind. Beispiele für Kräuter, die gut schmecken und Bienen helfen: Thymian, Koriander, Salbei, Fenchel und viele weitere. Auch ein Schälchen mit Wasser und einem Stein in der Mitte ist ideal für Bienen, um sich einen Drink nach der Arbeit zu holen. Der Stein ist wichtig, damit die Bienen nicht ertrinken. Auch in Gärten können Blumen ein paar „finishing touches“ sein. Und vielleicht sollte man zweimal drüber nachdenken, ob man die kleine, am Rand wachsende Blume gleich ausrupfen muss, solang sie nicht ihre Gartenaktivitäten stört. Man kann hierdurch nicht nur Bienen helfen, auch Hummeln und Schmetterlingen und weiteren hart arbeitenden Insekten, die essenziell sind für unser Ökosystem.

von Andamany

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