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Corona-Selbsttests an Schulen

Artikel von unseren Redakteurinnen Jacqueline und Sidney


Aufgrund von COVID-19 wurde unser Alltag beeinflusst und beschränkt - auch die Schulen sind davon betroffen. Um ein Stückchen Normalität zu ermöglichen, wurden an vielen Schulen Corona-Selbsttests eingeführt, die zu Beginn des Schultags von den Schüler*innen durchgeführt werden. Da der Staat die Kosten übernimmt, sind die Tests sowohl für Schüler*innen als auch für Lehrer*innen kostenlos. Doch sind diese Tests sinnvoll und ist eine Verbindlichkeit nötig?


Seit Ende der Osterferien sind Corona-Schnelltests am Sebastian-Münster-Gymnasium möglich.

Diese werden zweimal die Woche, montags und mittwochs, von den Schüler*innen durchgeführt. Eine Testpflicht besteht seit dem 26.04.2021. Das bedeutet, dass jede*r Schüler*in zu Beginn des Unterrichts verpflichtet ist, sich selbst zu testen.

Dazu müssen die Schüler*innen in einer vorgegebenen Reihenfolge die Maske abnehmen und das Teststäbchen in den unteren Nasenbereich einführen, um einen Abstrich der Nasenschleimhaut zu entnehmen. Durch das Testen und das Warten auf das Corona-Ergebnis vergeht allerdings wichtige Unterrichtszeit.

Nicht nur das spricht gegen einen Schnelltest in der Schule, sondern noch einige weitere Argumente.

Zum einen müssen mehrere Schüler*innen gleichzeitig in einem kleinen Klassenraum ihre Maske absetzen, um den Test auszuführen. Dabei erhöht sich das Ansteckungsrisiko, sodass eine geringere Sicherheit geboten ist.


Darüber hinaus wird durch einen negativen Test eine falsche Sicherheit suggeriert, die die Schüler*innen dazu bewegt, die Hygieneregeln auf die leichte Schulter zu nehmen. Diese falsche Sicherheit kann durch inkorrekte Testergebnisse entstehen.


Allerdings sprechen auch viele Gründe für solche Schnelltests:

Trotz inkorrekter Testergebnisse bieten sie eine Sicherheit für Schüler*innen und deren weitere Kontakte. Denn man darf die Gefahr, die von Kindern und Jugendlichen ausgeht, nicht unterschätzen, da sie auch Überträger ohne Symptome sein können, sodass sie ihr Umfeld gefährden. Zudem fühlen sich die Schüler*innen sicherer und können etwas sorgloser sein, sich anzustecken oder die Krankheit zu verbreiten.

Das Homeschooling stellt für manche Schüler*innen eine große mentale Belastung dar. Doch die Schnelltests bieten eine Möglichkeit, die Schulen offen zu halten. Dadurch können sie wieder soziale Kontakte erfahren und einen kleinen Schritt Richtung Normalität gehen.

Des Weiteren müssen die Tests von den Schüler*innen richtig absolviert werden, was eine große Verantwortung darstellt. Infolgedessen erlernen die Kinder und Jugendlichen Verantwortungsbewusstsein zu übernehmen, wodurch sie auf das spätere Leben gut vorbereitet werden.

Insgesamt wird deutlich, dass durch die COVID-19-Tests viele bedeutende Vorteile erzielt werden. Allerdings kann es dazu kommen, dass Schüler*innen ausgeschlossen werden wegen eines positiven Selbsttests. Doch sollte man auf die starken Klassengemeinschaften des SMGs setzen.

Durch das zweimalige Testen werden die meisten Infektionen festgestellt, sodass, trotz falscher Testergebnisse, ein höherer Schutz geboten ist.


Zudem ist eine Verpflichtung der Tests notwendig, wie es bereits am SMG - jedoch noch nicht an allen Schulen Deutschlands - geregelt ist. Damit kann man das Infektionsgeschehen nachvollziehen. Allerdings werden Menschen, die die Corona-Tests ablehnen, zu einem Test verpflichtet, wenn sie am Präsenzunterricht teilnehmen wollen.


Das SMG hat bereits durchdachte Regeln eingeführt, die die Sicherheit aller Schüler*innen erhöht. Somit können sie mit einem guten Gewissen den Schulalltag überstehen.

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