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Der letzte Diktator Europas - ein Kommentar

Updated: Sep 2

Viele Leute sagen, Alexander Lukaschenko sei der letzte Diktator Europas, aber was steckt dahinter? Ist er vielleicht ein normaler Präsident, der ins schlechte Licht gerückt wurde?

Wenn man sich in Weißrussland umhört, dann sind viele Leute dort von ihrem Präsidenten und der Regierung enttäuscht. Viele werfen dem Präsidenten Wahlbetrug und Bestechung vor, dies ist aber noch nicht bestätigt worden. Deshalb ist es auch um so unverständlicher, dass er Proteste und Demonstrationen mit Hilfe der Polizei und dem Militär niederschlagen lässt. Wenn er weiter auf dieser Gewaltschiene fährt, wird er nicht nur das Volk, sondern auch seine Unterstützer verlieren. Der Streik der Arbeiter und jungen Leute wird nicht der letzte gewesen sein. Irgendwann werden immer mehr Leute streiken und dann muss er sich fragen, warum er so ignorant war und nicht mit seinem Volk in Kontakt getreten ist.

Die Regierung sollte vielleicht irgendwann mal darüber nachdenken, Lukaschenko nicht immer den Rücken zu stärken, wenn er auf das Volk einprügeln lässt oder die Rechte der Bürger mit Füßen tritt. So wirkt es nämlich auf das Volk, als ob er alles machen kann, was er will und nicht zur Rechenschaft gezogen wird.







Vielleicht sollte auch die EU eingreifen. Wenn sie es nicht tut und es immer so weiter geht, besteht die Gefahr, dass es in Belarus noch zu einem Bürgerkrieg kommt. Eine noch größere Gefahr wäre es allerdings, wenn Lukaschenko Russland zu Hilfe ruft. Das wäre ein herber Rückschlag für das Land, da dann zu befürchten wäre, dass die Proteste noch gewaltsamer niedergeschlagen würden.

Was aber bei all dem Trubel nicht in Vergessenheit geraten sollte: Lukaschenko wurde zu Beginn seiner Präsidentschaft durchaus vom Volk wertgeschätzt und war beliebt. Viele sahen in ihm den Heilsbringer, der eine sanfte Kehrtwende vom Kommunismus vollbrachte.

Da er aber nun schon seit 26 Jahren im Amt ist (1994-2020) also schon fast seit einer Generation, ist vor allem der jüngere Teil der Bevölkerung unzufrieden. Lukaschenko selbst hat inzwischen Gesprächsbereitschaft signalisiert und Veränderungen angekündigt. Was davon zu halten ist, wird sich zeigen.


Kommentar von unserem Autor Johannes

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